Last modified: May 5, 2022

Lectures

Summer Term 2022

Dr. iur. Andreas Orator, diplômé (Sc.Po.), LL.M. (NYU) (Visiting Professor)

 

10746 Unionsagenturen und der europäische Verwaltungsverbund

Vorlesung, 140/142 - Bebelplatz 2 (BE 2)

Termine: Di, 12 – 14 Uhr

Kommentar: Die über 40 Unionsagenturen leisten heute einen wesentlichen Beitrag zur Durchführung des Unionsrechts und im europäischen Verwaltungsverbund europäischer und nationaler Verwaltungsapparate. Umso erstaunlicher ist es, dass die Unionsagenturen im Wesentlichen immer noch „vertragsfremde" Einrichtungen“ darstellen und das Primärrecht auf sie nur rudimentär Bezug nimmt. Die Vorlesung untersucht die Aktivitäten von Unionsagenturen, analysiert den relevanten primärrechtlichen Rechtsrahmen und diskutiert dabei auch aktuelle Entwicklungen der „Agenturisierung“ im europäischen Verwaltungsverbund.

Prüfung: anschließende Studienarbeit.

Moodlekurshttps://moodle.hu-berlin.de/course/view.php?id=110463

 

10745 Seminar aus Völkerrecht

Seminar, 140/142 - Bebelplatz 2 (BE 2)

Termine: Mi, 12 – 14 Uhr

Kommentar: Das Seminar aus Völkerrecht ist grundlegenden und aktuellen Problemstellungen des Völkerrechts gewidmet, von Fragen der Immunität und Staatenverantwortlichkeit (Deutschland/Italien-Fall) über völkervertragsrechtliche Aspekte des Brexit bis zu aktueller EGMR-Rechtsprechung etwa zur Unabhängigkeit der Justiz.

Prüfung: Vorausgehende Studienarbeit

Moodlekurshttps://moodle.hu-berlin.de/course/view.php?id=110464

Vorbesprechung am 25.2.22 per Zoom wegen vorgelagerten Studienarbeiten/Vorstellung der Themen

 

10744 Die Finanz-, Fiskal- und Währungsverfassung der EU nach dem Europäischen Aufbauplan

Seminar, 144 - Bebelplatz 2 (BE 2)

Termine: Di, 16 – 18 Uhr

Kommentar: Die Reaktionen der EU auf die Corona-Krise in Form des Europäischen Aufbauplans („NextGenerationEU“) und des Pandemienotfallprogramms der EZB stellen den bedeutendsten Schritt der Wirtschafts- und Währungsintegration seit der Europäischen Bankenunion vor zehn Jahren dar. Im Seminar werden die dabei aufgeworfenen Rechtsfragen diskutiert.

Prüfung: Vorausgehende Studienarbeit.

Moodlekurshttps://moodle.hu-berlin.de/course/view.php?id=110465

Vorbesprechung am 25.2.22 per Zoom wegen vorgelagerten Studienarbeiten/Vorstellung der Themen

 

10467 REPETITORIUM Bezüge zum Völker- und Europarecht (5 Wochen, vlf. Zeit)

Repetitorium, 213 - Unter den Linden 9 (UL 9)

Termine: Mi, 8 – 12 Uhr (24.8.-21.9.22)

Kommentar: Studierende der Humboldt European Law School schreiben verpflichtend eine Examensklausur im Europarecht. Die hierfür relevanten zivilrechtlichen Aspekte des Europarechts werden in der Lehrveranstaltung aufgearbeitet. Die examensrelevanten Fragestellungen des Europarechts werden in der Lehrveranstaltung aufgearbeitet. Schwerpunkt ist dabei die Verfestigung grundlegenden Systemverständnisses, sowie die Wiederholung des unentbehrlichen Rechtssprechungskanons. Neuere Entscheidungen des EuGH finden besondere Berücksichtigung. Die Veranstaltung wird ergänzt um eine Probeklausur, die das gesamte Europarecht abbilden kann.

Diese Veranstaltung ist ausschließlich für Studierende der Humboldt European Law School gedacht.

Prüfung: Nur für Studiengangsvariante Europäische/r Jurist/in: Probeklausur zu einem der beiden Fachgebiete

Moodlekurs: https://moodle.hu-berlin.de/course/view.php?id=96736

 

 


 

 

 

 

10747 Internationales und Europäisches Investitionsrecht

Vorlesung, UL 9, 44/46 - Bebelplatz 2 (BE 2)

Dr. Tillmann Rudolf Braun, MPA (Harvard)

Termine: donnerstags von 18 bis 20 Uhr

Kommentar: Das Internationale Investitionsrecht, eine wirtschaftsvölkerrechtliche wie europarechtliche Materie, beschreibt das komplexe Zusammenspiel von über 3000 bilateralen wie plurilaterale Investitionsschutzverträgen, hierzu ergangenen schiedsgerichtlichen Entscheidungen, Regeln des „allgemeinen" Völkerrechts und regionalen Integrationsverträgen wie dem Lissabon-Vertrag. Investitionsschutzverträge gewährleisten nicht nur Schutzstandards für Investitionen, sondern sie ermächtigen auch Investoren als nicht-staatliche Akteure, diese Standards im Streitfall unabhängig und unmittelbar auf völkerrechtlicher Ebene vor internationalen Schiedsgerichten gegenüber dem Gaststaat geltend zu machen. Das Internationale Investitionsrecht hat sich neben dem Welthandelsrecht als zweite, eigenständige Säule völkerrechtlicher Einhegungen ökonomischer Globalisierungsprozesse etabliert.

Die Vorlesung behandelt den volkswirtschaftlichen Hintergrund, die wesentlichen Strukturen, die durch die Investitionsschutzverträge vermittelten materiellen wie prozessualen Schutzstandards und deren Auslegung durch Schiedsgerichte, sowie aktuelle Entwicklungen und gegenwärtige Kritik. Sie setzt sich dabei auch mit dem Verhältnis zwischen dem Internationalen Investitionsrecht und anderen völkerrechtlichen Rechtsgebieten und damit überhaupt auf das Spannungsfeld zwischen Wirtschaftsvölkerrecht und weiteren global public goods auseinander, wie den Menschenrechten, dem Schutz der Umwelt, des Klimas und der Gesundheit, bis hin zum Recht der Notstandsmaßnahmen, oder der Einführung von Nichtdiskriminierungspolitiken.

Schließlich wird auch die europäische Dimension des Investitionsrechts behandelt, da vielfältige Fragen sich durch die EU-Kompetenzerweiterung im Zuge des seinerzeitigen Lissabon-Vertrages im Bereich der ausländischen Investitionen ergeben.

Prüfung: anschließende Studienarbeit möglich; mündliche Prüfung für LL.M.-/Erasmus-Studierende

Literatur: Joern Griebel, Internationales Investitionsrecht (2008)

Dolzer/Schreuer, Principles of International Investment Law, 2. Edition (2012)

McLachlan / Shore / Weiniger, International Investment Arbitration - Substantive Principles, 2. Edition (2017)

Organisatorisches: Anschrift zur Kontaktaufnahme für Studierende per Email an: Dr. Tillmann Rudolf Braun, tillmann.braun@arcor.de

Moodlekurs: https://moodle.hu-berlin.de/course/view.php?id=109959

 

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